Letztes Wochenende war es nun soweit. Wir mussten unsere erste Stromrechnung in Mexiko zahlen. Wir hatten von dem "Vorgang" schon so einiges gehört, dass es doch ganz anders ist als in Deutschland. Und dem können wir nur zustimmen. Hinzu kommt noch, dass unser neues Haus auch mit einem neuen Zahlungsverfahren ausgestattet ist. Man muss zunächst wissen, dass in Mexiko fast nichts mit Überweisung oder Lastschrift funktioniert. Nur Bares ist Wahres.
Bisher kannten wir den Stromrechnungsprozess in Mexiko wie folgt. Man bekommt am Ende des Monats eine Rechnung. Diese kann jedoch nicht überwiesen werden, sondern muss in einen der unzähligen Oxxos (Tante Emma Läden) beglichen werden.
Bei uns läuft es leider etwas anders. Wir haben eine Bezahlkarte, welche wir am Ende des Monats auf unseren Stromzähler legen muss. Dieser baut dann eine Verbindung mit der Stromzentrale auf. Die Karte wird nach ca. 30 Sekunden mit dem Strombetrag des Monats belastet. Danach fährt man in eine Art Drive-In, welches sich mitten in der Stadt befindet.
Wir haben das dann also am Samstag gemacht und wollten bezahlen. Nur der blöde Automat wollte kein Geld von uns. Nach längerer Rückfrage war die Aussage, dass wir erst ab dem 28. eines jeden Monats zahlen können. Somit ging es dann wieder nach Hause. Im Haus angekommen, gab es keinen Strom mehr. Wir nun gleich wieder unsere Hausverwalterin angerufen. Sie kam und wusste auch nicht gleich Bescheid mit dem neuen System. Nach nochmaliger Karte auflegen am Stromzähler war der Strom dann wieder da. Am nächsten Tag versuchten wir das ganze Spiel noch einmal. Wieder war nach Belastung der Karte der Strom weg. Diesmal konnten wir aber an dem Automat bezahlen. Ganze 4 Euro kam uns der Strom für die bisherigen 3 Wochen. Man muss aber sagen, dass wir auch noch keinen Fernseher angeschlossen haben. Zu guter Letzt legten wir dann die Karte zu Hause wieder auf den Stromzähler und der Strom sprang wieder an.
Das ist Strom bezahlen in Mexiko.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen