Zwei Wochen vor unserer geplanten USA Reise erfuhren wir durch Zufall, dass Luis sein Kinderreisepass nicht für das ESTA Verfahren gilt (notwendig für USA Einreise). Dies war natürlich für uns ein Schock. Unsere langgeplante USA Reise stand somit auf dem Spiel. Ich habe sofort versucht in der Botschaft in Berlin sowie im Konsulat in Mexiko Stadt anzurufen. Dort wurde mir gesagt, dass wir in so kurzer Zeit keinen gültigen Reisepass für Luis bekommen können. Die einzige Möglichkeit die wir hatten, war kurzfristig ein richtiges Visum auf der amerikanischen Botschaft in Mexiko Stadt zu beantragen. Und hierfür waren die 2 Wochen schon sehr knapp.
Somit habe ich schnell den sehr langen Fragebogen im Internet ausgefüllt und zwei Termine in Mexiko Stadt vereinbart. Ein Termin war zur formalen Abgabe der Unterlagen. Hierfür bin ich mit Steffi gemeinsam nach Mexiko Stadt reingefahren. Die Stadt liegt ca. 140 km von Puebla entfernt. Man fährt etwas mehr als eine Stunde bis zur Stadtgrenze. Danach beginnt das Abenteuer Mexiko Stadt. Auf dieser Tour sind wir super durchgekommen. Zwei Tage später stand einer weiterer Termin für ein Interview in der Botschaft an. Hierfür bin ich noch einmal alleine nach Mexiko Stadt. Die Fahrt war schon etwas aufregender. Einmal durch den Berufsverkehr einer 20 Millionenstadt. Sehr abenteuerlich und das auch noch alleine. Ging aber alles gut. Der Termin ging 5 Minuten ...
Normalerweise bekommt man das Visum dann per Post in seine Stadt geschickt. Dies war jedoch für uns zu knapp. Somit ist dann Steffi und meinem Papa vier Tage später noch einmal reingefahren. Nach den Worten meines Vaters war es "ein Albtraum". Neben Staus, Umwegen und Starkregen gab es dann auch noch eine Begegnung mit der leicht korrupten mexikanischen Polizei. Angeblich durfte Steffi mit unserem Audi Q3 an dem Tag nicht in die Stadt fahren. Was natürlich nicht stimmte, denn wir hatte eine neue gültige Abgasplakete auf der Windschutzscheibe. Steffi sollte dann 2.000 Pesos (ca. 105 €) Strafe zahlen. Diese hatte sie nicht dabei. Man ging runter auf 1.400 Pesos. Das Geld hatte Steffi auch nicht dabei. Am Ende war es dann nur noch ein Erfrischungsgetränk für den Chef der Polizisten. Steffi glaubte, sie höre nicht recht. Sie gab den beiden 100 Pesos (6 Euro) und fuhr nach Hause.
Das Ergebnis der drei Fahrten nach Mexiko Stadt war nun für Luis ein 10 Jahresvisum für die Vereinigten Staaten von Amerika.
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