Nach einer turbulenten Woche, in der Steffi noch einmal für 5 Tage nach Deutschland flog und ich Arbeit und Luis unter einen Hut bringen musste, stand unser nächster Urlaub vor der Tür.
Samstag ging es dann mit zwei anderen Familien mit dem Shuttlebus zum Flughafen nach Mexiko City. Dort wartete schon Steffi seit 6 Stunden auf uns. Sie war am zeitigen Morgen aus Deutschland zurückgekehrt. Da wir sehr lange im Stau standen, hatten wir nicht mehr viel Zeit zum Einchecken. Im Flughafen erwarteten uns dann auch noch zwei sehr lange Schlangen für Check In und Gepäckabgabe. Mit etwas Dusel erreichten wir dann doch noch rechtzeitig unser Flugzeug nach Miami. In Miami übernachteten wir dann noch für eine Nacht im Hotel.
Nach Frühstück und Abhängen am Pool ging es dann Mittags mit dem Taxi zum Hafen. Dort warteten schon drei riesige Kreuzfahrtschiffe auf ihre Gäste. Auf dem größten Schiff, der MS Gateway, war eine Außenkabine für uns vorbereitet. Nach dem Check In, einer sehr kurzen Sicherheitseinweisung der Schwimmwesten und dem ersten Poolbesuch legten wir gegen 16:30 Uhr vom Miami Hafen Richtung Karibik ab.
Die MS Gateway ist ein riesiges Schiff, welches in der Mayerwerft in Deutschland gebaut wurde. Das Schiff bietet Platz für 3.000 Passagiere, hat 3 Hauptrestaurants, 6 Spezialitätenrestaurants, 5 Wasserrutschen, Hochseilgarten, Kletterwand, Fussballplatz, Minigolf, Fitnessstudio, Wellnessbereich, Theater, Kasino und sogar eine kleine Kegelbahn.
Den ersten Tag blieben wir auf hoher See. Bis wir dann am zweiten Tag früh morgens in Jamaika anlegten. Nach einigen Tipps von Mitreisenden, buchten wir dann keinen Landausflug. Die meisten Touren wurden im Hafen zum halben Preis angeboten. Welches dann trotzdem nicht unbedingt billig war. Wir sind dann zu Siebt für 100 Dollar zu einem 10 min. entfernten Strand gefahren. Dort waren dann bereits zahlreiche weitere Reisende vom Schiff. Auf der einen Seite des Strandes durfte man nicht, da man nicht das passende Bändchen hatte. Die andere Seite war für ein anliegendes Hotel reserviert. Im Großen und Ganzen haben wir dann also nicht wirklich viel von Jamaika gesehen.
Am nächsten Tag ging es dann zu den Cayman Islands. Dort konnten wir nicht am Hafen anlegen. Und somit mussten die sog. Tenderboote genutzt werden. Wir sind dann für ca. 3 h durch die dortigen Geschäfte im Hafen geschlendert.
Der dritte Tag an Land führte uns zurück nach Mexiko. Auf Cozumel mieteten wir uns wieder ein "günstiges" Taxi für eine 3-stündige Inselrundfahrt. Leider kamen wir nur bis zum ersten Strand. Für die Kids war es toll, sodass die Zeit relativ schnell rum war. Die raue Küste war sehr beeindruckend und wir wären gerne noch weitergefahren. Doch wir mussten wieder zurück zum Hafen.
Die anschließende Nacht war dann durchwachsen, da das Meer etwas höhere Wellen für uns bereit hielt. Auch der kommende Seetag wurde nicht viel besser. Sodass man sich eine Beschäftigung unter Deck suchen musste.
Der letzte Landtag führte uns auf die Bahamas. Dort erwartete uns eine Privatinsel der Reederei Norwegian Cruise Lines. Die Insel wurde allein für die hauseigenen Gäste umgebaut. Es wurde z.B. für das Anlegen der Tenderboote ein kleiner Hafen in den Inselfels gehauen. Das Personal vom Schiff bediente dann in den strandeigenen Bars sowie das Mittagessen für die Gäste. Des Weiteren hätte man für 300 Dollar eine kleine Hütte mieten können. Die Bucht war traumhaft schön mit kristallklarem Wasser. Zum Schnorcheln wurde auch viel geboten (versunkenes Piratenschiff, etc.).
An Bord hatten wir natürlich auch immer was zu tun. Es gab immer viel zu entdecken und auch das Abendessen war immer sehr lecker.
Nachdem Luis ins Bett ging, schlichen wir uns abends immer noch einmal aus der Kabine. Leider verfügte das Schiff nicht über ein bordeigenes Babyphonesystem, sodass wir immer halbstündig nach Luis sehen musste. Bei dem leichten Wellengang schlief der jedoch immer wie ein Baby.
Im Großen und Ganzen war die Kreuzfahrt ganz ok. Jedoch nicht das was wir uns vorgestellt hatten. Für Kinder in Luis Alter bot das Schiff einfach zu wenig. Auch die Tagesausflüge waren meist nur für Erwachsene machbar und sinnvoll. Es war jedoch eine tolle Erfahrung auf einem solchen tollen Schiff durch die Karibik zu fahren.





















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